Es spielen Ulrike Haage und Musiker der Münchner Symphoniker

4. Juli 2019, 20 Uhr

Foyer der Versicherungskammer Bayern, Warngauer Str. 30, München-Giesing

Seit vor 100 Jahren der erste Tonfilm geschaffen wurde, sind Filme ohne Filmmusik im Grunde nicht mehr vorstellbar. Scores und Soundtracks sind ein massentaugliches Phänomen, das auch Menschen, die sich sonst weniger für symphonische Musik interessieren, in die Konzertsäle lockt. Manche Filmmusiken sind im kollektiven Gedächtnis mit Landschaften und Ereignissen verbunden – man denke nur an Westernmusik oder Soundtracks zu Liebesgeschichten und Thrillern.»Der Film sagt, was ist und die Musik, wie es ist«, lautet eine cineastische Faustregel. Aber stimmt das? Sind Film und Musik wirklich ein untrennbares Gesamtkunstwerk? Und wenn dem so ist, sind Filmkomponistinnen und -komponisten dann nur Dienstleister? Was heißt das für ihr künstlerisches Selbstverständnis? Kann man gleichzeitig künstlerisch frei arbeiten, sogenannte E-Musik und vermarktbare Soundtracks schreiben?

Darüber diskutieren der Regisseur, Musiker und Drehbuchautor Dietrich Brüggemann, die Musikerin und Komponistin Ulrike Haage und der Komponist und emeritierte Filmmusikprofessor Enjott Schneider. BR-Moderatorin Christina Wolf führt durch das Gespräch.

Eine Veranstaltung der Versicherungskammer Kulturstiftung und BR-KLASSIK in Kooperation mit dem FILMFEST MÜNCHEN. BR-KLASSIK überträgt das Gesprächskonzert live im Rahmen der Sendereihe »Thema Musik Live«.

PodiumsgästeDietrich Brüggemann, Regisseur und MusikerUlrike Haage, Komponistin und MusikerinEnjott Schneider, Komponist und emeritierter Professor für FilmmusikModerationChristina Wolf, BR MusikUlrike Haage: »Train to Fukushima« und »Dinner in Minamisoma« (aus: »Grüße aus Fukushima«, Regie Doris Dörrie, 2016) Nino Rota: »Walzer« und »Liebesthema«, Arrangement: Matthias Keller (aus: »Der Pate«, Regie Francis Ford Coppola, 1972) Henry Mancini: »Pink Panther«, Arrangement: Matthias Keller (aus: »Pink Panther«, Regie Blake Edwards u.a., seit 1963) Dietrich Brüggemann: »Triumphmarsch« (aus: »Murot und das Murmeltier«, Regie Dietrich Brüggemann, 2019) Enjott Schneider: »Die letzte Fahrt«, Arrangement: Matthias Keller (aus: »23«, Regie Hans-Christian Schmid, 1998) Es spielen Ulrike Haage (Klavier) und Musiker der Münchner SymphonikerKostenfreie Karten noch an der Abendkasse oder unter www.versicherungskammer-kulturstiftung.de/tickets/. Die Platzwahl ist frei.

Titelbild: Münchner Symphoniker | Foto: Marco Borggreve